Daily Dose

Zeitlos geht die Zeit los

Wie viel Uhr ist es eigentlich?

Diese Frage stellte ich zunächst immer und immer wieder. Im Laufe der Zeit jedoch immer weniger.

Es war ein ungewöhnlicher Samstag. Der Plan war ein Trip zu IKEA.
Anders gesagt kein Lernstress, einen freien Kopf und ein entspannter Tag. Es war früh morgens bzw. mitten in der Nacht, als ich bemerkte, dass ich jedoch mein Ladekabel meines Smartphones nicht auffinden konnte. Ein Schock!

Schnell fiel mir ein, dass ich es am Vortag in der Uni gelassen hatte und nach der Klausur mitnehmen wollte. Voller Freude über das Ende der Klausur vergaß ich selbstverständlich das Kabel. So ging ich zu Bett und plante den Tag ohne mein Smartphone ein. Schließlich musste ich mich damit abfinden.

Zunächst war es ungewohnt das Haus ohne Smartphone zu verlassen. Ich ließ es zu Hause.
Im Laufe des Tages hatte ich kein Zeitgefühl. Ein geregelter Tagesablauf gehört einfach zu mir, jedoch war dies ein weniger schlimmes Gefühl.
Es geht vielmehr um das Gefühl, nicht vernetzt zu sein. In der Regel kontrolliere ich meine Mails, Nachrichten und Anrufe. Dies war mir an diesem Tag einfach nicht möglich. Was mit einem ungewohnten Gefühl anfing, endete mit einer tiefen Entspannung. Dem Umstand zu verdanken, dass ich einfach mal nicht erreichbar war.

Im Nachhinein bin ich über diese Erfahrung sehr froh. Eine solche Situation ist schon länger her und in Zukunft werde ich dies öfter tun. Es geht dabei schließlich darum, unsere Zeit zu nutzen und zu genießen. Wer dauerhaft am Smartphone sitzt, verpasst diese Gelegenheit.

 

Die Smartphone Generation

Jeder besitzt ein Smartphone und nutzt es. Auch ich bin ziemlich glücklich über diese technologische Erfindung.

Ich bin immer auf dem aktuellsten Stand, erreichbar für wichtige Anrufe und Nachrichten und ich kann mich mit Freunden connecten. Was kann es Besseres geben?
Leider gibt es genauso viele Nachteile. Es ist eine Art Sucht, die uns dazu treibt unser Smartphone nicht aus unserem Kenntnisbereich zu entfernen.

Heutzutage ist es für die Menschen ein unbewusster Stressfaktor. Das ständige Vernetzen mit den verschiedensten Menschen über Social Media ist anstrengend. Im Endeffekt sitzen wir stundenlang vor diesem kleinen Bildschirm und vergessen die Welt um uns herum. Zum Teil vernachlässigen wir sogar zwischenmenschliche Konversation. Wie oft stellen wir fest, dass unzählige Menschen in Bars und Restaurants ihr Smartphone benutzen.

Nicht zuletzt sind wir als Arbeitnehmer zum Teil 24/7 erreichbar. Dabei sollten wir doch versuchen nach der Arbeit abzuschalten.
Aus historischer Sicht ist es unvorstellbar, wie unsere Eltern ohne diese Möglichkeit gelebt haben. Für unsere Kinder ist es dann schließlich nicht mehr wegzudenken.

Auch ich nutze diese Möglichkeit der Vernetzung zu oft und mir war nicht bewusst, wie befreiend es sein kann, wenn ich mein Smartphone einfach mal ausgeschaltet lasse.

 

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3 Comments

  • Reply Sandra 19. November 2016 at 13:57

    Ich sehr so viele Menschen ständig am Smartphone. Leben die überhaupt ihr eigenes Leben oder leben sie durch andere, frage ich mich dann. Mein Handy ist selten an. Ich will mich auf das konzentrieren, was ich gerade mache und auch nicht ständig erreichbar sein. Mich wundert immer bei Instagram, woher die Leute die Zeit nehmen, sofort auf einen Kommentar zu antworten oder selbst den ganzen Tag Kommentare schreiben, obwohl sie auf ihrer Arbeit sind.
    Durch den Blog bedingt bin leider 3 Stunden am Tag auf Instagram und Facebook plus die Zeit, wo ich bei anderen Bloggern lese. Und dann noch die Zeit für meine Posts am Mac. Ich hoffe, wenn mein Blog bekannter wird, dass sich diese Zeit reduzieren lässt.

    Liebe Grüße Sandra

    • Reply Snaapbacker 20. November 2016 at 17:22

      Das Gleiche hoffe ich auch auf meinem Blog. Die Zeit die investiert wird ist schon beachtlich hoch. Auch ich wunder mich immer wieder, woher ich diese Zeit nehme.
      In Zukunft werde auch ich diese Zeit reduzieren um mich auf die wesentlichen Sachen zu konzentrieren.

      Ich finde es gut, dass du dein Smartphone nur selten an machst. Werde ich in Zukunft auch mal ausprobieren!

      Liebe Grüße,
      Tim

  • Reply Willkommen Zuhause - Ruhe mal anders - Snaapbacker.de 22. Januar 2017 at 23:03

    […] und Aufgaben konzentrieren zu müssen. Schon in der Vergangenheit hatte ich einen Artikel über einen Tag ohne Handy verfasst. So wusste ich, dass die letzten Wochen um Weihnachten eine solche Maßnahme nach sich […]

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