Daily Dose

Am Ende des Tages ist noch so viel Stress übrig

Ein kurzer Tag

Die Tage werden kürzer. Ich wache auf und es ist dunkel. Die Fahrt in die Uni endet im morgendlichen Berufsverkehr und schließlich wird es langsam, aber sicher, hell. Eine Nebelschwade liegt auf den Flüssen und lässt die Stadt majestätisch verschwinden.

8:00 Uhr

Ich sitze in der Bibliothek, das Buch aufgeschlagen und einen Fall vor mir liegend. Alles dreht sich gerade nur darum, den Stoff bis zur nächsten Klausur zu beherrschen.
Die Stunden vergehen im Flug und ein Blick auf meine Uhr lässt mich, infolgedessen, erstarren. Denn die Zeit vergeht rasend schnell und der Lernfortschritt ist schwindend gering.
Spätestens bis zum Mittagessen ist der ein oder andere Fall dann doch bearbeitet.

12:00 Uhr

Pünktlich um 12 Uhr betreten hunderte Studenten die Mensa, darunter auch meine Kommilitonen und ich.
Jeden Tag aufs Neue – willkommen im Chaos!
Es ist die Hölle los. Das Essen ist zufriedenstellend und das Gespräch am Mittagstisch lenkt von den vergangenen Stunden in der Bib ab.
Abgerundet wird alles von einem Kaffee. Immerhin machen die kleinen Rituale den Unterschied!

13:… Uhr…

Fazit: Läuft bei mir!

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Jeder Tag ist annähernd gleich. Die Klausuren nahen und ich realisiere, dass es bis dahin gerade mal zwei Wochen sind. Der Druck steigt und meine Gedanken drehen sich nur noch um die Organisation und die Einteilung meiner Zeit. In der Prüfungsvorbereitung fördern positive Gedanken konzentriertes und effektives Lernen. Aufregung und eine Steigerung des Stressgefühls sollte ich unbedingt vermeiden, sage ich mir.
Was mache ich wann? Wie mache ich das am besten?

Ich bin trotzdem kurz vorm Explodieren! Läuft bei mir.

Außerhalb der Uni gibt es noch viele private Dinge zu klären. Prioritäten ist mein Stichwort!
Nach und nach versuche ich alles zu managen. Dabei kann es schon einmal kunterbunt werden.

Immer wieder wünschte ich, dass der Tag 48 Stunden hätte, zumindest ein paar Stunden mehr. Durch die kurzen Herbsttage wird einem noch bewusster, wie knapp die Zeit sein kann. Wichtig ist, wie ernst wir unsere Angelegenheiten nehmen. Ein natürlicher Lauf der Dinge ist nicht immer vorprogrammiert und ob wir uns darauf verlassen sollten ist fraglich. 100 % unserer Energie zu geben ist auch nicht möglich, was uns infolgedessen zu keiner Leichtfertigkeit verleiten sollte. Alles auf die leichte Schulter zu nehmen, zum Beispiel alles mit „wird schon irgendwie“ abstempeln, funktioniert ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr. Auch ich musste diese schmerzhafte Erfahrung machen.

Wie gehe ich den Tag nun am besten an?

Ich konzentriere mich auf meine Prioritäten. Schließlich lassen sich Stresssituationen nie gänzlich vermeiden und sie gehören einfach dazu. Immerhin bestimmt unser Denken, in bestimmten Situationen, unser Handeln. Nicht immer denken wir positiv. Fehler gefunden!

Läuft bei mir!

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4 Comments

  • Reply Sandra 28. Oktober 2016 at 12:34

    Hallo Tim,
    in deinem Artikel spricht du zwei Themen an, die alle kennen und auch teilweise darunter leiden. Stress und Zeitmangel. Das Wort STRESS ist überhaupt nicht mehr aus unseren Leben wegzudenken. Wir erleben ihn Tag für Tag. Jeder ! Der Druck in Deutschland ist in allen Bereichen immens groß. Kein Land ist so produktiv, also kein Wunder. Es könnte auch anders sein. Unter Druck passieren auch Fehler, die am Ende wieder Zeit kosten. Vielleicht sollten wir uns an den Schweizern ein bisschen orientieren. Sie sind etwas langsamer und nicht gestresst und kommen nahezu zeitgleich an ihr Ziel (weiß ich von Bekannten, die in der Schweiz arbeiten). Uns bleibt nun die Frage wie wir damit umgehen. Prioritäten setzten ist meiner Meinung nach das Wichtigste und mit positiven Gedanken die anliegenden Sachen angehen.
    Das Empfinden aller – auch bereits bei Schülern – dass die Zeit verfliegt, liegt an der Gleichförmigkeit unserer Arbeitstage. Das ist sogar wissenschaftlich erwiesen. Mir geht es ja genauso. Unter dem Montag habe ich am meisten gelitten, da er ein Stellvertreter für diese Zeit Phänomen ist. Erst als ich einige Arbeitsabläufe umverteilt habe, ist der Montag genauso ein Tag wie jeder andere geworden. Trotzdem bleibt dieses Gefühl, da einfach viel zu tun ist.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.

    Sandra

    • Reply Snaapbacker 28. Oktober 2016 at 13:20

      Hallo Sandra,

      danke für deine Worte! Eine Umstrukturierung der eigenen Zeit ist immer hilfreich und kann uns entlasten. Leider sind wir uns nicht immer bewusst, wie wir etwas am besten strukturieren. Oftmals passieren uns weiterhin Fehler die zu Stress führen können. Dieses Gefühl, dass einfach viel zu tun ist, wird wohl nie verschwinden.

      Dir auch ein schönes Wochenende.
      Tim

  • Reply Tatjana 29. Oktober 2016 at 11:55

    Hallo du 🙂 Mir geht es aktuell genau wie dir. Auf einmal muss der Tagesablauf, die Rituale- einfach komplett alles zeitlich neu strukturiert werden. Bin die ersten Wochen auch ganz schön ins straucheln gekommen. War überfordert, gelähmt, platt- dazwischen trotz allem irgendwie glücklich. Jetzt liege ich mit einer Grippe zuhause und komme endlich mal zu Ruhe. Vielleicht sollte man sich trotz dem Stress immer wieder mal bewusste Ruhepausen gönnen. Wünsche dir auch ganz viel Glück dabei, deine „neue“ Zeit gut einzuteilen- denke, wir bekommen das schon auch bald noch hin. Heißt ja nicht umsonst, dass die Studentenzeit die schönste im Leben sein soll 🙂 Alles Liebe, Tatjana

    • Reply Snaapbacker 29. Oktober 2016 at 18:52

      Hallo Tatjana,

      die Studienzeit ist wohl immer noch die beste Zeit. Ich wünsche dir eine gute Besserung und hoffe, dass auch du, deinen Tages- bzw. Wochenplan gut organisiert bekommst und jeden Tag mit einer gewissen Glückseligkeit durchleben kannst.

      Liebe Grüße,
      Tim

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