Happiness

Aus Angst wird Druck

Angst

Wir fürchten uns, der Druck steigt. Ich habe Angst und ja, ich fürchte mich. Manchmal weiß ich nicht wovor ich Angst habe aber dennoch ist sie da. Zunächst ein erhöhter Puls und schließlich würde ich am liebsten laufen. Laufen ohne Ziel um all dem zu entkommen.

Hin und wieder sind unsere Ängste unbegründet. Sie schlummern tief in uns. Der Gedanke an etwas reicht aus. Ich will laufen.
Tag ein Tag aus, ziehen wir umher. Wir halten uns an den Dingen fest, die uns gut tun. Vor Dingen, die uns schwer fallen, machen wir einen großen Bogen. Doch können wir nicht ausweichen, fürchten wir uns. Wir bleiben davor stehen und der Druck steigt.

Ein Druck der sich unausweichlich in mir entfaltet. Auch wenn ich nicht weiß woher er kommt, er ist da. Erkenne ich die Angst, frage ich mich immer wieder diese eine Frage:

Wovor habe ich da eigentlich Angst?

Ich weiß es selbst nicht. Verzweifelt versuche ich eine Erklärung zu finden. Vielleicht denke ich einfach zu viel nach und sollte es einfach tun. Bloß dass ich dagegen manchmal nichts tun kann. Eigene Fehler zu sehen ist schwer und sie einzugestehen viel schwerer. Ich kenne meine Fehler. Ich bin so wie ich bin, mit allen Ecken und Kanten. Dazu gehören meine Ängste!

Jeder hat vor etwas anderem Angst und wir zeigen unsere Ängste auf die unterschiedlichste Art und Weise.

Ich laufe.

 

Druck

Ist der Druck zu groß ergreife ich die Flucht. Kann ich nicht flüchten, fresse ich es in mich hinein. Da bleibt er für eine Ewigkeit.

Dass das falsch ist, weiß ich. Ein Dilemma.
Flüchte ich vor meinen Ängsten, verliere ich. Stelle ich mich ihnen, bringt der Druck mich um.
Hin und wieder wissen wir nicht damit umzugehen und auch ich weiß es nicht.
Ich darf nicht laufen, muss den Druck überstehen und meine Ängste zurückschrauben.
Alles nur, um keine Schwäche zu zeigen und nichts zu verlieren. Sind wir dem gewachsen? Bin Ich stark genug?
Schwäche zeigen ist einer Ehrlichkeit gleichzusetzen. Sie zu zeigen ist ein ehrliches Geständnis an mich selbst. Du bist schwach, sage ich mir. Es ist Ok.
Ich möchte diese Ewigkeit überwinden und mich von dem Ballast befreien. Dieser große Stein der auf uns liegt, das dicke Seil mit dem wir an etwas festgebunden sind oder ein unfassbar großes Fass, dass gefüllt ist mit Ängsten, über welche wir den Überblick verlieren.

Erst aufgrund unserer Schwächen werden wir zu dem wer wir sind. Aus unserer Angst darf jedoch kein Druck entstehen. Das Ziel ist es, unsere Ängste zu überwinden und mit ihnen zu wachsen.

Nur wie?

Ich weiß es nicht.

Auch spüren wir den Druck auf unterschiedlichste Art und Weise.

Ich laufe.

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4 Comments

  • Reply foxy 25. Oktober 2016 at 16:33

    oh jeeeee. so geht’s mir auch. es ist einach nur scheisse.

    • Reply Snaapbacker 25. Oktober 2016 at 18:08

      Wir sollten lernen mit unseren Ängsten zu leben meine liebe Foxy 🙂
      Akzeptiere sie und du wirst merken, dass der Druck weniger wird.

  • Reply Tatjana 29. Oktober 2016 at 12:00

    Kenne ich zu gut…Manchmal muss man seiner Angst einfach ins Gesicht schauen, mit anderen darüber reden und sich selbst klar machen, dass die Angst vielleicht völlig unbegründet ist. Meistens ist es tatsächlich die Angst zu scheitern. Es ist beruhigend zu sehen, dass man nicht alleine mit dieser Angst ist.

    • Reply Snaapbacker 29. Oktober 2016 at 18:55

      Wie du schon sagtest, kann es auch die Angst sein, zu scheitern. Wie wir damit umgehen ist die große Frage!
      Eine offene Umgangsweise damit kann in vielen Situationen helfen. Nicht immer jedoch, hilft die eigene Einsicht, dass die Angst unbegründet ist. In manchen Situationen hilft mir persönlich auch eine solche Selbsteinsicht nicht.

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